Das perfekte Hochzeitsdatum

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Das ideale Hochzeitsdatum zu finden, ist gar nicht so leicht. Diese Tipps helfen euch bei der Entscheidung.

Ihr habt euch verlobt? Herzlichen Glückwunsch! Die erste Frage eurer Hochzeitsplanungen ist vermutlich die nach dem idealen Datum. Frühling oder Sommer? Freitag oder Samstag? Datum des Jahrestags oder willkürlicher Termin? Gar nicht so einfach. Geht bei der Entscheidungsfindung am besten folgende Punkte durch, um euren Hochzeitstermin zu finden.

Jahreszeiten

Der wichtigste Punkt für die meisten Brautpaare ist die Jahreszeit, oder besser gesagt das Wetter. Natürlich wünscht sich niemand dicke graue Wolken, Hagel, Windböen und Regenschauer am Hochzeitstag. Aber sind wir mal ehrlich: Es gibt keine Garantie. Und das Wetter ist auch nicht entscheidend, ob ihr einen schönen Tag verbringt oder nicht. Es ist ein Zusammenspiel vieler einzelner Faktoren, die im Nachhinein eure Hochzeitserinnerungen bestimmen. Aber zurück zu den Jahreszeiten: Jede hat ihre Vor- und Nachteile. 

Frühling:  Eine Hochzeit im April oder Mai kann von den Temperaturen alles mit sich bringen – bedenkt das auch bei der Wahl eurer Outfits und Fortbewegungsmittel. Solltet ihr eine Trauung im Freien planen, habt unbedingt einen Plan B in der Hinterhand. Die Hochzeitssaison steht zu dieser Zeit in den Startlöchern, die Wahrscheinlichkeit für freie Termine bei Locations und Dienstleistern ist vor allem im April etwas höher. 

Sommer: Ein lauer Sommerabend mit wilder Party im Tipi und Eröffnungstanz barfuß unter dem Sternenhimmel: Sommerhochzeiten sind nicht umsonst so beliebt, ist die Chance auf gutes Wetter von Juni bis Anfang September schließlich sehr hoch. Doch bei praller Sonne und sengender Hitze eine Hochzeitstorte anzuschneiden, die sich noch vor dem ersten Bissen verflüssigt, ist ungefähr genau so toll, wie Hemd und Sakko nach dem Ja-Wort komplett durchgeschwitzt zu haben. Da punkten freie Trauungen: Im Gegensatz zu standesamtlichen und kirchlichen Trauungen sind sie in der Uhrzeit flexibel. Mein Tipp: Beginnt erst spät mit der Trauung, zum Beispiel um 16 oder 17 Uhr. So spart ihr euch nicht nur Verpflegung und Beschäftigungsprogramm über die zähe Mittagszeit (und damit bares Geld), sondern könnt bei angenehmen Temperaturen direkt im Anschluss an die Trauung mit euren Gästen in die Feier oder das Abendessen starten. Bedenkt aber, dass der Sommer durch die Schulferien Haupturlaubszeit ist. Es ist also nicht unwahrscheinlich, dass ein paar eurer Gäste schon den Campingurlaub am Gardasee gebucht haben und nicht mehr stornieren können.

Herbst: So traurig es auch ist, aufgrund des Klimawandels wird es im September, Oktober und November immer wärmer, sodass ein Sektempfang im Außenbereich der Location oder eine Trauung unter freiem Himmel mit etwas Glück möglich wären. Die Temperaturen in diesen Monaten sind angenehm, die Urlaubszeit ist vorbei und damit die Wahrscheinlichkeit für viele Zusagen groß. Der Herbst ist in meinen Augen mit die entspannteste Zeit für eine Hochzeit.

Winter: Zu meiner persönlichen großen Freude werden Winterhochzeiten immer beliebter – sie versprühen einen ganz besonderen Charme. Glühwein statt Sekt, Bratwurstbrötchen statt Canapés und eine Schneebar als i-Tüpfelchen. Vielleicht wählt ihr als Location sogar eine urige Hütte in den Bergen, wo die Schneewahrscheinlichkeit am höchsten ist? Eine schönere Kulisse kann es kaum geben. Frostige Außentemperaturen haben auch den Vorteil, dass eure Gastgesellschaft eng zusammenbleibt (was wichtig für die Stimmung ist) und sich nicht über das Gelände verteilt. Ein weiterer Pluspunkt: Manche Locations oder Dienstleister haben in der Nebensaison mehr Kapazitäten oder sogar vergünstigte Konditionen.

Location
& Dienstleister

Dieser Punkt geht natürlich Hand in Hand mit dem vorherigen. Wenn ihr schon eure Wunschlocation, Fotograf, Trauredner etc. im Kopf habt, fragt diese so früh wie möglich an (ca. 1 Jahr im Voraus, bei Locations besser 1,5). Ihre Kapazitäten haben unmittelbaren Einfluss auf euer Hochzeitsdatum. Entscheidet, was euch wichtiger ist. Solltet ihr euch kurzfristig entscheiden, habt ihr mit großer Wahrscheinlichkeit mehr Glück bei Freitagsterminen (diese werden manchmal sogar zu günstigeren Konditionen angeboten) oder Terminen außerhalb der Hauptsaison, die von Mai bis Oktober geht.

Feiertage
& Events

Ihr habt ewig gegrübelt, endlich ein Datum festgelegt und stellt dann fest, dass euch das Finale der Fußball-WM einen Strich durch die Rechnung macht? Das ist ärgerlich, ihr wollt ja schließlich nicht, dass die halbe Gastgesellschaft während eures Eröffnungstanzes am Smartphone hängt, um den entscheidenden Elfmeter nicht zu verpassen. Checkt also bei der Suche nach eurem Hochzeitsdatum unbedingt wichtige Ereignisse, Feiertage, Messen und Großveranstaltungen. Dieser Punkt ist wichtig, denn solche Events haben unter Umständen Einfluss auf Hotelbelegungen und -preise, Verkehrsaufkommen – und im schlimmsten Fall Absagen eurer Gäste.

Persönliche
Bedeutung

Schön ist es, wenn euer Hochzeitsdatum eine persönliche Bedeutung für euch als Paar hat. Das ist natürlich je nach Jahr immer etwas Glückssache. Aber folgende Ereignisse könntet ihr, wenn ihr möchtet, in eure Entscheidung mit einbeziehen:

  • Jahrestag/Kennenlerntag
  • Tag des 1. Dates/1. Kusses etc.
  • Tag des Heiratsantrags
  • Tag der standesamtlichen Trauung
  • Hochzeitstag der Eltern/Großeltern

Fazit

Ihr seht, es gibt viel zu bedenken bei der Wahl eures Hochzeitsdatums. Geht daher früh in die Planung und nehmt euch Zeit für die Entscheidung. Vergesst dabei nicht: Es geht nicht um Schnapszahlen, die nett aussehen und die man sich vermeintlich gut merken kann. Das ist eure Hochzeit! Diesen Tag und sein Datum werdet ihr niemals vergessen, egal ob es nun der 20.06.2020 oder der 13.09.2021 ist. Es ist völlig egal, ob es regnet, stürmt, schneit oder 30°C im Schatten hat. Das Wichtigste ist, dass ihr diesen Tag miteinander und mit euren liebsten Menschen verbringen könnt. Denn genau das wird euch in Erinnerung bleiben.