Green Wedding: Nachhaltig heiraten

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5 Tipps für eine nachhaltige Hochzeit und jede Menge Inspiration ohne schlechtes Gewissen

Green Wedding –
Make Love, Not Waste

Nachhaltig und dennoch stilvoll heiraten – geht das überhaupt? Diese Frage beschäftigt nicht nur uns Hochzeitsdienstleister, sondern auch viele Brautpaare immer stärker. Ist ja klar: In Zeiten des Klimawandels und Plastikwahnsinns wollen wir alle unseren ökologischen Fußabdruck im Auge behalten. Doch müssen wir am schönsten Tag in unserem Leben der Umwelt zuliebe Kompromisse machen?

Die Antwort lautet: Nein. Ihr müsst gar nichts. Unsere Erfahrung hat aber gezeigt, dass viele Paare nach Alternativen suchen, die weniger Müll, weniger Emissionen und gleichzeitig viel mehr Freude bringen, aber nicht so recht fündig werden. Deshalb habe ich unter dem Motto „Green Wedding: Make Love, not Waste“ gemeinsam mit tollen Kollegen ein Inspirationsshooting für eine nachhaltige, und dennoch stilvolle Hochzeit umgesetzt. Und 5 Tipps gibt’s noch oben drauf! Und wer weiß, vielleicht setzt ihr ja die eine oder andere Idee an eurem großen Tag um? 

Tipp 1:
Einladungen

So sehr ich ein Fan von schön gestalteter Papeterie bin: Die Massen an verbrauchtem Papier, die für Save the Date Karten, Einladungskarten, Menükarten, Geschenkanhänger, Dankeskarten & Co. verbraucht werden, sind enorm – und landen nach eurer Hochzeit zu 99 % im Mülleimer. Wie wäre es mit einer digitalen Alternative? Weiter unten in der Bilderstrecke seht ihr zum Beispiel animierte Einladungsvideos, die ihr selbst einsprecht und per E-Mail oder WhatsApp versenden könnt. Auch ein persönliches Video als Dankesgruß nach der Hochzeit lässt sich easy mit dem Smartphone umsetzen. Eine Hochzeitswebsite mit allen wichtigen Informationen ist ebenfalls eine tolle Sache.  Über das Kontaktformular können die Gäste direkt bequem zu- oder absagen und haben Infos zu Location, Anfahrt, Übernachtung oder Dresscode auf einen Blick zur Hand. Noch eine Idee: Anstelle gedruckter Menükarten könnt ihr eine große, wieder verwendbare Tafel aufstellen und mit Kreide oder wasserlöslichem Marker beschriften.

Tipp 2:
location

Getting Ready, First Look, Trauung, Sektempfang, Feierlocation, Hotel: Häufig wechselt eine Hochzeitsgesellschaft mit jedem Tagesordnungspunkt die Örtlichkeit. Das sorgt nicht nur für Stress, sondern bei einer Kolonne von 60+ Autos auch für jede Menge Schadstoffe. Entspannter ist eine Location, an der ihr den Großteil eures Hochzeitstages vereinen könnt. Die meisten Eventlocations bieten Gästezimmer zum Fertigmachen in der Früh ebenso an wie Räumlichkeiten für eure Trauung. Und ein schöner Spot für eure Fotos findet sich eigentlich immer, auch ohne ins Auto steigen zu müssen.

Tipp 3:
Dekoration

Die Hochzeitsdekoration bietet in meinen Augen am meisten Potenzial, um Müll zu vermeiden und euer Fest nachhaltiger zu gestalten. Diese Punkte könnt ihr in Zusammenarbeit mit euren Dienstleistern und eurer Location leicht umsetzen:

  • Strohhalme weglassen oder Alternativen aus Glas oder Metall wählen
  • Regionale, Saisonale Blumen wählen statt ausgefallene Importe
  • Luftballons streichen – dieser Punkt sorgt ohnehin für Unruhe und reißt euch und eure Gäste aus dem Tag
  • Dekoartikel, Beleuchtungsutensilien und ausgefallene Möbelstücke leihen, statt kaufen (erspart auch lästiges weiterverkaufen nach der Hochzeit), zum Beispiel in Brautflohmarktgruppen, bei Anna liebt Paul, Raum & Platz, My lovely event oder Bube Dame Görtz
  • Konfetti ersetzen mit Seifenblasen (gibt’s von sonett auch in ökologisch abbaubar), getrocknetem Herbstlaub, Eukalyptusblättern, getrockneten Blüten oder Lavendel

Tipp 4:
Gastgeschenke

Gastgeschenke – eines meiner Lieblingsthemen! Grundsätzlich ist es völlig in Ordnung, seinen Gästen eine kleine Freude machen zu wollen. Wenn ihr Spaß daran habt, selbst Schnaps zu brennen oder Marmelade einzukochen – nur zu! Doch immer wieder höre ich, wie sehr Paare dieser Part stresst und wie er in Sachen Budget und vor allem Zeitaufwand zu Buche schlägt. Vom Verpackungsmüll ganz zu schweigen. Und leider werden diese mal mehr, mal weniger liebevoll ausgewählten Geschenke häufig in der Location vergessen oder landen später im Müll. Daher meine Empfehlung: Lasst die Gastgeschenke weg! Kein Mensch wird deswegen beleidigt sein oder euch Geiz vorwerfen. Ihr habt weniger Stress, weniger Kosten, weniger Abfall und mehr Zeit für die wichtigen Dinge eurer Hochzeit. Außerdem schenkt ihr euren Gästen ohnehin schon einen rundum aufregenden Tag mit leckerem Essen und Drinks for free. Wenn ihr trotzdem eure Anerkennung zeigen möchtet, nehmt doch das Budget, das ihr für die Gastgeschenke vorgesehen hattet, und spendet es im Namen eurer Gäste an eine Umweltorganisation oder einen anderen wohltätigen Zweck. So gewinnen alle.

Tipp 5:
Outfit

Dieser Moment, wenn die Braut zum ersten Mal in ihr Kleid steigt, ist einfach magisch. Und doch begleitet sie es nur für ein paar Stunden durch diesen einmaligen Tag und fristet danach ein trauriges Dasein verpackt in einem Kleidersack in der hintersten Schrankecke. Mit diesen 4 Prinzipien muss das nicht sein:

  • Retro: Schon mal überlegt, Omas, Mamas oder Schwesters Kleid zu übernehmen oder umzugestalten? Eine professionelle Schneiderin steht euch bei der Umgestaltung zur Seite und ihr tragtan eurer Hochzeit ein echtes Stück Familiengeschichte
  • Local: Nachhaltigkeit bedeutet euch, regionale Händler, Schneider oder deutsche Labels wie kisui Berlin zu unterstützen, statt zehn Mal im Onlineshop zu bestellen, nur um das Kleid dann doch wieder zurück zu schicken, weil es nicht gepast oder gefallen hat.
  • Flexibel: Wenn ihr euch für neutralere Outfits entscheidet, könnt ihr sie auch nach der Hochzeit noch für andere Anlässe tragen oder neu kombinieren. Zweiteiler wie die von noni eignen sich dafür besonders gut.
  • Second Hand: Eine andere Alternative sind gebrauchte Kleider. Über Brautflohmärkte findet ihr häufig Frauen, die ihrem Kleid eine zweite Hochzeit schenken wollen und damit eine andere Braut glücklich machen. Das freut Umwelt und Geldbeutel. Inzwischen gibt es auch tolle Stores, die sich auf Second Hand Brautmode spezialisiert haben, zum Beispiel Kleider machen Bräute aus Fürth.

Das unten gezeigte Shooting wurde im Magazin des deutschsprachigen Hochzeitsblogs „The Little Wedding Corner“ veröffentlicht. Darin findet ihr noch mehr Inspiration rund um eine nachhaltige Hochzeit sowie jede Menge andere Ideen für euren großen Tag. Außerdem findet am 4. und 5. April in Hamburg die „fairmarry“, die erste nachhaltige Hochzeitsmesse Deutschlands statt. Auf deren Website findet ihr schon jetzt noch viel mehr Tipps!

 

Das Shooting wurde im Magazin des deutschsprachigen Hochzeitsblogs „The Little Wedding Corner“ veröffentlicht. Darin findet ihr noch mehr Inspiration rund um eine nachhaltige Hochzeit sowie jede Menge andere Ideen für euren großen Tag. Außerdem findet am 4. und 5. April in Hamburg die „fairmarry“, die erste nachhaltige Hochzeitsmesse Deutschlands statt. Auf deren Website findet ihr schon jetzt noch viel mehr Tipps! 

Beteiligte
Dienstleister

Location: Wedding Place Franken
Konzept, Planung, Blumen & Dekoration: BUBE DAME GÖRTZ
Fotografie: Herzschrift Hochzeitsgeschichten
Video: Mein Hochzeitsvideo
Braut & Bräutigam: Sabrina Meixner und Daniel Meixner
Styling: Simones Schnittstelle
Schmuck (aus eingeschmolzenem Altgold): Schmuckatelier Pflüger
Papeterie & Gastgeschenke: Lovetocreate
Nagellack (tierversuchsfrei): Ehe im Glück
Rezepte & Foodstyling (regional, saisonal, vegan): Birne Helene Laura Jakubka
Getöpfertes Geschirr: Töpferei Kramer Forchheim
Brautkleid: Kisui Berlin – bridal fashion
Brautschuhe: Unisa
Bräutigam Fliege, Manschettenknöpfe & Hosenträger: BeWooden
Bräutigam Anzug (Second Hand): H&M